Ärzte Zeitung online, 17.09.2011

Flut in Pakistan: DRK hilft

ISLAMABAD/BERLIN (dpa). Millionen Menschen leiden unter den jüngsten Überschwemmungen im Süden Pakistans. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) will in den nächsten Tagen mit Zelten, mobilen Gesundheitsstationen und Decken helfen.

Außerdem rief die Organisation am Freitag in Berlin zu Spenden auf. Ein Jahr nach der großen Flutkatastrophe seien auch Wiederaufbauprojekte des Roten Kreuzes von der neuen Flut betroffen, hieß es.

Der Premierminister des Landes hat derweil seine Teilnahme an der UN-Vollversammlung in der kommenden Woche abgesagt.

Regierungschef Yousaf Raza Gilani wolle den Ablauf von Rettungsarbeiten und Hilfsmaßnahmen in den Gebieten persönlich überwachen, teilte die Regierung am Freitag in Islamabad mit. Außenministerin Hina Rabbani Khar werde den Premier in New York vertreten.

Fläche so groß wie Sachsen-Anhalt betroffen

Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde NDMA vom Freitag sind von den Fluten mehr als 5,7 Millionen Menschen betroffen. Mindestens 248 Menschen kamen bislang ums Leben.

Rund 20.000 Quadratkilometer (zwei Millionen Hektar) - eine Fläche in etwa so groß wie das Bundesland Sachsen-Anhalt - stehen unter Wasser, wie es hieß.

Nach DRK-Angaben wurden rund 1,2 Millionen Häuser ganz oder teilweise zerstört, bislang lebten rund 300.000 Menschen in Auffanglagern.

Heftige Monsunregenfälle haben die Überschwemmungen ausgelöst. Pakistan hat die internationale Gemeinschaft um Unterstützung gebeten.

Weite Teile Sindhs waren bereits im vergangenen Jahr von der Jahrhundertflut überspült worden. "Jetzt müssen wir unsere Kräfte erst einmal wieder auf die Nothilfe konzentrieren und den Menschen helfen, die kommenden Wochen und Monate zu überleben", sagte der Leiter des DRK-Delegationsbüros in Islamabad, Dirk Kamm.

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