Ärzte Zeitung online, 23.09.2011

Ultraschall statt Röntgen beim Zahnarzt

ROSTOCK (dpa). Rostocker Forscher wollen das Röntgen in der Zahnarztpraxis durch Ultraschalluntersuchungen ersetzen.

Sie haben ein Ultraschallgerät entwickelt, das wie eine elektrische Zahnbürste aussieht und den Zustand von Zähnen und Zahnfleisch erfasst. Die Strahlenbelastung für Personal und Patienten könnte damit deutlich gesenkt werden.

Die technische Weltneuheit, die bereits zum Patent angemeldet worden ist, solle in den kommenden drei Jahren zur Produktreife geführt werden, teilte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsministerium am Donnerstag mit.

Rund 37 Prozent der Röntgenaufnahmen in der Medizin werden den Angaben zufolge im Bereich der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde gefertigt.

Mit Hilfe des neuen Gerätes "Scan-o-Dent" könne der Zahnarzt den Zustand eines Zahnes erfassen und erhalte Informationen zur Druckfestigkeit, Härte und Kariesausbreitung.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) übergab den Fördermittelbescheid für das Verbundforschungsvorhaben mit Rostocker Unternehmern und Wissenschaftlern der Universität.

Mehr als 1,37 Millionen Euro werden aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Europäischen Sozialfonds bereitgestellt. Die Gesamtkosten liegen bei 1,74 Millionen Euro.

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