Ärzte Zeitung, 04.10.2011

Veränderte Dopingregeln für Sportschützen

FRANKFURT/MAIN (Smi). Unter bestimmten Voraussetzungen sind Beta-Blocker im Schießsport künftig erlaubt. Darauf haben sich die Nationale Anti Doping Agentur (NADA), der Internationale Schießsportverband sowie der Deutsche Schützenbund verständigt.

Die neue Regelung gilt für so genannte Altersschützen über 40 Jahre, die keinem Testpool angehören, sich also nicht regelmäßig von der NADA überprüfen lassen müssen. Zudem muss die Einnahme von Beta-Blockern medizinisch indiziert sein.

Bei einer Dopingkontrolle während eines Wettkampfs muss der Schütze ein ärztliches Attest und die Anamnese des Arztes vorlegen, die begründen soll, warum Ersatzpräparate nicht eingesetzt werden können.

Beta-Blocker stehen auf Dopingliste

Beta-Blocker stehen auf der Liste der verbotenen Doping-Präparate. Missbräuchlich eingesetzt werden sie in Sportarten wie Schießen, Golf und Schach.

Insgesamt werden von den Schützen des Deutschen Schützenbundes bei unangekündigten Trainings- und Wettkampfkontrollen im In- und Ausland jährlich mehrere hundert Proben genommen und in Laboren analysiert.

Topics
Schlagworte
Panorama (33059)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Jede achte Frau braucht nach der Geburt Antidepressiva

Etwa elf Prozent aller Frauen leiden im ersten Jahr nach der Geburt an Depressionen. Unter jungen Frauen im Alter von 15 bis 19 Jahren ist der Anteil fast doppelt so hoch. mehr »

Die Malaria-Gefahr wächst

Weltweit steigen Erkrankungszahlen an Malaria seit zwei Jahren wieder. Es trifft nicht nur Kinder in Entwicklungsländern, sondern auch Reisende aus Deutschland. mehr »

„Mütter sind die zentralen Ansprechpartner“

In dieser Woche werben Urologen für die HPV-Impfung. Vor allem bei Jungen besteht Nachholbedarf. Wie sie für eine Impfung gewonnen werden sollen, erklärt der Vorsitzende des Berufsverbandes Dr. Axel Schroeder. mehr »