Ärzte Zeitung online, 04.10.2011

Hunderte kranke Soldaten wegen dünner Uniform

MOSKAU (dpa). Vermutlich wegen zu dünner Uniformen liegen russischen Medien zufolge Hunderte Soldaten mit Lungenentzündung im Krankenhaus. Mitte September soll sogar ein Rekrut gestorben sein.

Allein in einer Einheit im Gebiet Woronesch - rund 450 Kilometer südlich von Moskau - seien etwa 500 Soldaten an Lungenentzündung erkrankt, berichtete die Zeitung "Iswestija" am Montag. Darüber hinaus gebe es zahlreiche Fälle von Bronchitis, Mandelentzündung und anderen Atemwegserkrankungen.

Die verteilten Uniformen seien von schlechter Qualität und in China hergestellt, sagte Galina Schatunowa vom regionalen Komitee der Soldatenmütter der "Iswestija".

Bereits im vergangenen Winter hatten Berichte über mehrere schwere Krankheits- und sogar Todesfälle in der russischen Armee wegen zu dünner Uniformen die Öffentlichkeit aufgeschreckt. Daraufhin waren die von Modezar Valentin Judaschkin entworfenen Kleidungsstücke gegen die Kälte "nachgerüstet" worden.

Die Soldaten in Woronesch trügen allerdings noch nicht die wärmeren Uniformen, behauptete Schatunowa.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Dieses Training hält jung

Forscher haben in einer Studie Trainingsformen identifiziert, die die Zellalterung verlangsamen: Wer sein Leben verlängern will, sollte wohl eher aufs Laufband als in die Muckibude. mehr »

Mehr Ausgaben zur Gesundheitsförderung

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr 8,1 Millionen Menschen mit gesundheitsfördernden und präventiven Maßnahmen erreicht – so viele wie nie zuvor. Doch es gibt auch Lücken. mehr »

Zahl der Abtreibungen zurückgegangen

2018 wird es wohl weniger Schwangerschaftsabbrüche geben als im Jahr zuvor, so eine Statistik. mehr »