Ärzte Zeitung online, 09.10.2011

Prügelattacke in Berlin: Opfer weiter in Klinik

BERLIN (dpa). Nach der brutalen Prügelattacke auf dem Berliner S-Bahnhof Schöneweide wird das Opfer weiter stationär im Krankenhaus behandelt.

Zwei Unbekannte hatten dem 22-Jährigen am Samstag mit Tritten regelrecht das Gesicht zertrümmert.

"Jochbein und Nase sind gebrochen, das Kinn ist angebrochen - er muss noch fünf Tage im Krankenhaus bleiben", sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag. Die beiden Täter seien weiter flüchtig.

Keine Videoaufnahmen vorhanden

Ein heftiger Streit hatte am Samstagmorgen auf dem Bahnsteig des Bahnhofs zu dem Gewaltexzess geführt.

Der 22-Jährige lag nach Angaben der Polizei bereits am Boden, als die Angreifer auf ihn lostraten. Ob Alkohol im Spiel war, ist unklar.

Weitere Einzelheiten wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitteilen. Videoaufnahmen von der Tat gibt es laut Bundespolizei nicht, weil auf dem Bahnhof keine entsprechenden Anlagen montiert seien.

Öffentliche gewalttätige Übergriffe auch Thema bei den Koalitionsverhandlungen

Der erneute Gewaltexzess auf einem Berliner Bahnhof wird wohl auch Thema bei den Koalitionsverhandlungen von SPD und CDU sein, die an diesem Mittwoch beginnen.

"Wir werden auch über Personal und Ausstattung bei der Polizei reden müssen", sagte der CDU-Vorsitzende Frank Henkel der "Bild am Sonntag".

Man könne die öffentlichen gewalttätigen Überfälle nicht hinnehmen. "Das Thema innere Sicherheit in Berlin ist ein wichtiger Bestandteil der neuen Regierungsarbeit", kündigte Henkel an, der als künftiger Berliner Innensenator gehandelt wird.

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