Ärzte Zeitung online, 25.10.2011

Bürger skeptisch bei "funktionellen Lebensmitteln"

KÖLN (dpa). Mit Lebensmitteln, die mit gesundheitsfördernden Extra-Zutaten werben, können die meisten Verbraucher in Deutschland laut einer Umfrage nicht viel anfangen.

80 Prozent der Bundesbürger halten die Herstellerangaben zur Wirkung solcher "funktioneller Lebensmittel" für "eher" oder "überhaupt nicht" glaubwürdig, wie eine Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab.

60 Prozent können den versprochenen Zusatznutzen anhand der Informationen auf der Verpackung nicht recht einschätzen.

Kaum von normalen Produkten zu unterscheidbar

59 Prozent sind skeptisch, dass sie zum Beispiel einen "funktionellen" Joghurt im Supermarkt überhaupt sofort von einem "normalen" Produkt unterscheiden können.

Als "funktionelle Lebensmittel" gelten Produkte, die nicht nur satt machen, sondern mit gesundheitsfördernden Extra-Eigenschaften werben.

Verbreitet sind Joghurts mit speziellen Milchsäurebakterien, die gut für die Verdauung sein sollen. Für die repräsentative Umfrage wurden den Angaben zufolge Mitte Oktober 1036 Menschen ab 18 Jahre befragt.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Quereinstieg zum Hausarzt – reicht ein Jahr Weiterbildung?

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einer Verwässerung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Ein Jahr Weiterbildung reiche nicht für Umsteiger aus der Klinik. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »