Ärzte Zeitung, 27.10.2011

Fundsache

Katzensteuer für Kommunen?

Not macht erfinderisch: Kommunen in Nordrhein-Westfalen erörtern derzeit die Einführung einer Katzensteuer, um ihre Einnahmen aufzubessern. Vorbild dafür ist die Hundesteuer, die schon seit dem Mittelalter erhoben wird.

Der umweltpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Kai Abruszat, hat jetzt in einer Kleinen Anfrage die Landesregierung aufgefordert, dazu Stellung zu beziehen.

So habe die CDU im Stadtrat von Porta Westfalica bereits eine Katzensteuer in Höhe von 20 Euro pro Jahr propagiert. Neben zusätzlichen Einnahmen erhoffe man sich damit auch eine Unterstützung für örtliche Tierheime.

Reich dürften die Kommunen damit freilich nicht werden. Bei 8,2 Millionen Katzen, die in Haushalten leben, würden gerade einmal 160 Millionen Euro zusammenkommen. Das erfüllt den Tatbestand einer Bagatellsteuer - verbunden mit viel Bürokratie. (dpa)

Topics
Schlagworte
Panorama (32834)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Ärzte gehen auf Gegenkurs zu Schokoriegel und Cola

Pädiater sind alarmiert: Adipositas bei Kindern wird zunehmend zu einem sozialen Problem. Jetzt setzen sie ihre eigene Agenda und gehen auf Distanz zur Ernährungsindustrie. mehr »

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt ältere Menschen nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Dieses überraschende Ergebnis offenbart die ASPREE-Studie. mehr »

Doktor THC und Mister Cannabidiol

Cannabis steht im Verdacht, Psychosen durch den Wirkstoff THC auszulösen. Die Pflanze enthält aber auch antipsychotische Substanzen, die die Hirnfunktion in kritischen Bereichen normalisiert. mehr »