Ärzte Zeitung online, 26.10.2011

Erdbeben: Erdogan wirft Bauwirtschaft Verbrechen vor

ISTANBUL (dpa). Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan geht nach dem schweren Erdbeben im Osten des Landes mit Baufirmen und Aufsichtsbehörden hart ins Gericht.

Bei der Katastrophe sei der Beton einiger Gebäude wie Sand zerfallen, sagte Erdogan am Mittwoch in Ankara. "Den schmerzlichen Preis haben die Menschen drinnen bezahlt", sagte Erdogan.

Die Nachlässigkeit von Kommunen, Bauunternehmen und Kontrolleuren sei als ein Verbrechen zu betrachten.

Staatliche Hilfe anfangs unzureichend

Erdogan räumte ein, dass die staatliche Hilfe am ersten Tag nach dem Beben unzureichend war. "In den ersten 24 Stunden waren wir nicht erfolgreich. Das gestehen wir ein", sagte er.

Nun liefen die Hilfseinsätze aber kontrolliert. Erdogan versprach, "in kurzer Zeit" in Van eine neue Stadt zu errichten.

Bei dem Beben der Stärke 7,2 waren am Sonntag in der Provinz Van fast 2300 Häuser zerstört worden.

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