Ärzte Zeitung online, 29.10.2011

Mehr Antibiotika in Hähnchen als angenommen

DÜSSELDORF (dpa). In der Hähnchenmast in Nordrhein-Westfalen werden nach Medienangaben einer Studie zufolge viel mehr Antibiotika verwendet als bisher angenommen.

Demnach seien in 83 Prozent der untersuchten Geflügelchargen antimikrobiell wirksame Mittel gegeben worden, berichtete NDR Info am Freitag unter Berufung auf eine vom NRW-Verbraucherschutzministerium in Auftrag gegebene Untersuchung.

Teils seien bis zu acht unterschiedliche Antibiotika ins Futter gemischt worden, berichtete der Sender.

Die Untersuchung lege die Vermutung nahe, dass Antibiotika als Wachstumsdoping zum Einsatz kämen. Ausgewertet wurden Daten aus 182 Betrieben im ersten Halbjahr 2011.

35 Tage bis zum Schlachten

Ein Sprecher des Düsseldorfer Ministeriums wollte die Angaben nicht bestätigen. Die Ergebnisse würden noch ausgewertet.

In der Massentierhaltung dürfen Antibiotika nur aus medizinischen Gründen eingesetzt werden. Ein Huhn lebt in der konventionellen Haltung vom Schlüpfen bis zur Schlachtung etwa 35 Tage.

Topics
Schlagworte
Panorama (30867)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Welche Reformen sind dringend notwendig?

Bürgerversicherung, Regressrisiko, GOÄ: Unsere Leser haben abgestimmt, welche Themen in der Gesundheitspolitik die nächste Bundesregierung unbedingt anpacken sollte. mehr »

Patienten sollen für Infos zahlen

Patienten und Angehörige sind bei beratungsintensiven Erkrankungen häufig hilflos. Viele Akteure versuchen, neutrale Angebote im Internet bereitzustellen. Ein Biologe will nun Beteiligte auf einer Plattform zusammenführen. mehr »