Ärzte Zeitung online, 31.10.2011

BASF beantragt Zulassung für Gen-Kartoffel

LIMBURGERHOF (dpa). Der Chemiekonzern BASF hat bei der Europäischen Union die Zulassung einer genveränderten Speisekartoffelsorte beantragt.

Die Kartoffel mit dem Namen "Fortuna" sei gegen Kraut- und Knollenfäule geschützt, teilte das Tochterunternehmen BASF Plant Science am Montag in Limburgerhof mit.

Der Zulassungsantrag umfasse den kommerziellen Anbau sowie die Nutzung als Lebens- und Futtermittel.

Kraut- und Knollenfäule sei jedes Jahr für weltweite Ernteeinbußen bis zu einem Fünftel verantwortlich.

Vorzeigebeispiel Amflora

Mit der "Amflora" hat BASF bereits eine genehmigte Gen-Kartoffel im Angebot, die aber nicht für den Verzehr vorgesehen ist, sondern zur Stärkegewinnung. Gegen ihren Anbau protestieren immer wieder Gentechnikgegner.

Die Forschung an der neuen Kartoffelsorte begann den Angaben zufolge im Jahr 2003, mit einer Markteinführung werde frühestens im Jahr 2014 gerechnet.

"Fortuna" sei eine Weiterentwicklung einer in Europa führenden Kartoffelsorte für die Herstellung von Pommes frites, die resistenten Gene stammten von einer südamerikanischen Wildkartoffel. Eine Einkreuzung auf natürlichem Wege sei bisher nicht gelungen.

Topics
Schlagworte
Panorama (33132)
Unternehmen (11989)
Organisationen
BASF (129)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Dieses Training hält jung

Forscher haben in einer Studie Trainingsformen identifiziert, die die Zellalterung verlangsamen: Wer sein Leben verlängern will, sollte wohl eher aufs Laufband als in die Muckibude. mehr »

Zoster-Impfempfehlung für Senioren und chronisch Kranke!

Gürtelrose ist weit verbreitet und die Therapiemöglichkeiten gegen die neuropathischen Schmerzen sind begrenzt. Die STIKO rät daher nun zum Impfschutz in Risikogruppen. mehr »

Widerspruchsregelung spaltet Ethikrat

Auch im Deutschen Ethikrat wird über die Organspende kontrovers diskutiert: Manche Mitglieder sehen eine Widerspruchslösung pragmatisch und als zumutbar für die Bürger, andere Probleme mit der Verfassung. mehr »