Ärzte Zeitung online, 08.11.2011

Hochwasser: Thailand fürchtet Einbußen im Tourismus

BANGKOK (dpa). Wegen des wochenlangen Hochwassers in Bangkok und anderen Landesteilen befürchtet Thailand Einbußen im Tourismus.

Nach den am Dienstag veröffentlichten Zahlen der Fremdenverkehrsbehörde in wird ein Rückgang der Besucherzahlen um knapp zwei Prozent erwartet.

"Wir gehen von 19,1 Millionen Touristen in diesem Jahr aus, weniger als die zunächst erwarteten 19,5 Millionen", sagte Behördenleiter Suraphon Svetasreni.

Sollte das Hochwasser nur bis Ende November andauern, werden die Einbußen im Fremdenverkehr auf 520 Millionen Dollar (rund 377 Millionen Euro) geschätzt.

Bei Fluten bis Ende Dezember dagegen dürften die Verluste im Tourismus auf 825 Millionen Dollar steigen, sagte Suraphon.

Milliardenschäden und hunderte Tote

Die Überschwemmungen im Land haben bereits Milliardenschäden angerichtet. Vor allem die zentralen Provinzen Ayutthaya, Pathum Thani und Nonthaburi sind betroffen. In Ayutthaya sind große Industriezentren angesiedelt.

Auch für das Zentrum Bangkoks wird das Hochwasser immer bedrohlicher. Die Fluten hatten am Montag den Kanal Bang Sue im Norden der Millionenmetropole Bangkok erreicht.

Augenzeugen berichteten, dass die Stadtteile Chatuchak und Lat Phrao - nur fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt - überflutet wurden.

Seit Wochen sind Behörden bemüht, die Innenstadt trocken zu halten, indem sie die Fluten aus dem Norden des Landes durch Kanäle ins Meer leiten. Im Zentrum der Stadt sind Sehenswürdigkeiten, Luxushotels und Büros angesiedelt.

In Thailand sind bei den monatelangen Überschwemmungen inzwischen 506 Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt sind nach Angaben der Regierung rund drei Millionen Menschen vom Hochwasser betroffen.

Topics
Schlagworte
Panorama (33063)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Mehr Handhygiene in der Kita – weniger Atemwegsinfekte

Handhygieneprogramme in Kitas, bei denen Desinfektionsmittel eingesetzt werden, tragen offenbar dazu bei, Atemwegsinfektionen bei unter Dreijährigen deutlich zu verringern. mehr »

Tipps zur COPD-Diagnostik

Viele COPD-Patienten werden als solche gar nicht erkannt, bei anderen wird die Diagnose vorschnell gefällt. Anlässlich des heutigen Welt-COPD-Tags erinnern wir an die neuen deutschen Leitlinien und grundlegende Änderungen. mehr »

Medikationspläne oft nicht genutzt

Medikationspläne – zumindest frei erstellte – verbessern die Arzneimittel-Therapiesicherheit wohl nicht wie erhofft. Das legt nun eine Studie der Uni Greifswald nahe. mehr »