Ärzte Zeitung online, 09.11.2011

Vietnamesin entführt Baby aus Klinik

HANOI (dpa). Zur Vertuschung einer eigenen Totgeburt soll eine Vietnamesin ein neugeborenes Baby entführt haben.

Polizisten nahmen die Frau am Dienstag fest, berichteten lokale Medien am Mittwoch. Als Grund gab die 29 Jahre alte Frau den Berichten zufolge an, dass sie ihren Ehemann beschwichtigen wollte, nachdem sie ohne dessen Wissen ein totes Kind geboren hatte.

Vergangene Woche ging die Vietnamesin als Krankenschwester verkleidet in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Hanoi und nahm den gerade zwei Tage alten Jungen seiner Mutter weg.

Hinweis vom Taxifahrer

Sie müsse mit dem Säugling einen Bluttest machen, sagte sie. Die Klinik alarmierte die Polizei. Diese bekam später den entscheidenden Hinweis von einem Taxifahrer, der die Frau mitgenommen hatte.

Das Baby lebte tagelang mit der Entführerin bei der Familie des Mannes. Die Frau hatte laut Medienberichten im Oktober ein totes Kind auf die Welt gebracht.

Ihrem Ehemann, der bei der Geburt nicht dabei war, habe sie aus Angst vor seiner Reaktion erzählt, dass sie einen Jungen geboren habe.

Das entführte Baby konnte schließlich der Mutter wieder gesund zurückgegeben werden.

Topics
Schlagworte
Panorama (33376)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wie Blinde bei der Brustkrebsvorsorge helfen

Mit blinden Helferinnen will eine Initiative die Brustkrebsvorsorge besser machen. Eine Studie zeigt: Ihr Einsatz hat sich bewährt – mit Einschränkungen. mehr »

So rechnen Ärzte IGeL korrekt ab

IGeL-Abrechnungen führen immer wieder zu Streit mit Patienten oder privaten Kostenträgern, der bis vor den Kadi geht. Hier kommt es auf Details an – und Finger weg von Pauschalen! mehr »

Wer an Darmkrebs stirbt, hat oft das Screening vernachlässigt

Wie wichtig ein regelmäßiges Darmkrebs-Screening ist, wird in einer Untersuchung erneut deutlich. Bei den allermeisten Darmkrebstodesfällen war dies vernachlässigt worden. mehr »