Ärzte Zeitung, 16.11.2011

TK empfiehlt Gehörschutz beim Laubsaugen

MÜNCHEN (eb). Die Techniker Kasse Bayern warnt vor Hörschäden beim Gebrauch von Laubsaugern und Laubbläsern im Herbst.

Luftströme von über 300 Stundenkilometern wirbeln das Laub über Gehwege und Grünflächen. Die hochtourigen Geräte erreichen dabei Lärmpegel von bis zu 100 Dezibel (dB), heißt es in einer TK-Mitteilung.

"Damit wird die Grenze der Hörschädigung überschritten. Beim Bedienen sollte unbedingt ein Gehörschutz verwendet werden", rät Christian Bredl, Leiter der TK-Landesvertretung Bayern. "Bereits ab 85 Dezibel können dauerhafte Gehörschäden entstehen", erklärt Bredl.

Lärm ist ein bedeutender Krankheitsfaktor und erhöht - besonders im Zusammenwirken mit anderen Stressfaktoren - das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Dem Zürcher Vorbild folgen

In der Schweiz zieht man jetzt laut TK Konsequenzen: Die Stadt Zürich tauscht ihre benzinbetriebenen Knattergeräte gegen batteriebetriebene aus. Das schont das Hörorgan und ist außerdem ökologischer.

"Die TK-Landesvertretung Bayern appelliert an die Kommunen, dem Züricher Vorbild zu folgen. Der Gesundheit ihrer Bürger zuliebe", so Bredl.

Im privaten Bereich, wo eher kleinere Flächen von Laub befreit werden müssen, empfiehlt die TK, auf Laubsauger und Laubbläser ganz zu verzichten.

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