Ärzte Zeitung online, 21.11.2011

Odenwaldschule zückt Geldbeutel

HEPPENHEIM (dpa). Die Odenwaldschule gibt eine halbe Million Euro zur Unterstützung missbrauchter früherer Schüler.

Das teilte die Schule am Sonntag nach einer gemeinsamen Sitzung des Trägervereins und des Opferschutzvereins "Glasbrechen" in Heppenheim mit. Das Geld werde voraussichtlich innerhalb eines halben Jahres zur Verfügung stehen, sagte ein Sprecher.

Zudem wurde den Angaben zufolge zusätzlich zu einer bereits amtierenden Aufklärungsbeauftragen ein Ombudsmann gewählt, der vor allem Ansprechpartner für männliche Betroffene sein soll.

Laut einer im Dezember 2010 veröffentlichten Untersuchung missbrauchten vor allem in den Jahren 1965 bis 1985 damalige Lehrer der Odenwaldschule 132 Schüler.

Der Opferschutz-Verein "Glasbrechen" geht von rund 500 Opfern aus. Nach Angaben der Odenwaldschule hatten sich bis Ende Oktober 76 Opfer bei der Ombudsfrau gemeldet.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Erdnuss-Immuntherapie löst häufiger Anaphylaxie aus

Schlechte Nachrichten für Patienten mit Erdnuss-Allergie: Einer Meta-Analyse zufolge traten unter einer oralen Immuntherapie bei Kindern deutlich mehr allergische Reaktionen auf. mehr »

Unterschiedliche Positionen zur Impfpflicht

Im internationalen Vergleich steht Deutschland in Sachen Masern-Impfschutz gar nicht so schlecht da. Ein Grund, sich auszuruhen, ist das nicht, meinen Ärztevertreter. Doch wie weit sollte eine Impfpflicht gehen? mehr »

Honorar für Leichenschau soll mehr als verdoppelt werden

Eine Arztstunde für rund 220 Euro: Gesundheitsminister Jens Spahn plant eine Neubewertung der Leichenschau in der GOÄ ab 2020. Bei den Ärzten stößt er damit auf Gegenliebe. mehr »