Ärzte Zeitung online, 09.12.2011

Stinkefinger-Aphrodite: Prozess geht weiter

ATHEN (dpa). Der Prozess gegen das Nachrichtenmagazin "Focus" und mehrere Journalisten um die sogenannte Stinkefinger-Aphrodite ist am Freitag in Athen fortgesetzt worden.

Gleich zu Beginn des zweiten Verhandlungstages stellte die Verteidigung einen Befangenheitsantrag gegen die drei Richter.

Das Gericht habe zu Beginn des Prozesses einem Antrag der Kläger zugestimmt, dass es jedem Griechen erlaubt sein müsse, als Opfer von angeblich verunglimpfenden Presseveröffentlichungen zu klagen.

Damit hätten die Richter die "Büchse der Pandora" geöffnet und den Weg frei gemacht für unzählige mögliche Klagen gegen Medienberichte, argumentierte die Verteidigung. Über den Befangenheitsantrag sollte am Nachmittag entschieden werden. Ein Urteil wurde am Freitag nicht erwartet.

Der "Focus" hatte am 22. Februar 2010 den Satz "Betrüger in der Eurofamilie" und die griechische Liebesgöttin mit ausgestrecktem Mittelfinger auf dem Titel gezeigt und damit auf die desolate Finanzlage Griechenlands angespielt.

Dies nahmen griechische Rechtsanwälte Anfang des Jahres 2011 zum Anlass für einen Rechtsstreit. Sie zeigten die Verantwortlichen wegen übler Nachrede, Verleumdung und Verunglimpfung griechischer Staatssymbole an.

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