Ärzte Zeitung online, 09.12.2011

Nobelpreisträger fordern Freilassung von Liu Xiaobo

PEKING (dpa). Vor der Verleihung des Friedensnobelpreises an diesem Samstag in Oslo haben fünf Preisträger die sofortige Freilassung des chinesischen Bürgerrechtlers Liu Xiaobo gefordert.

Ein Jahr nach der Auszeichnung sei Liu Xiaobo der einzige Nobelpreisträger, der bis heute in Haft gehalten werde, beklagte die Gruppe, darunter der südafrikanische Bischof Desmond Tutu und der frühere tschechische Präsident Vaclav Havel.

In ihrem Appell beklagten die Nobelpreisträger, dass die Welt den inhaftierten Dissidenten zu vergessen scheine. Seine Frau Liu Xia stehe ein Jahr nach der Vergabe des Friedensnobelpreises immer noch in ihrer Pekinger Wohnung unter Hausarrest.

Auch seine Freunde stünden unter Druck. Die gemeinsame Erklärung wurde am Freitag von der amerikanischen Menschenrechtsorganisation Freedom Now verbreitet.

Der 56 Jahre alte Liu Xiaobo sitzt eine elfjährige Haftstrafe ab. Wegen seine Bemühungen für einen demokratischen Wandel in China wurde ihm Untergrabung der Staatsgewalt angelastet.

In diesem Jahr geht der Friedensnobelpreis an drei Vorkämpferinnen für Frauenrechte - die Liberianerinnen Ellen Johnson-Sirleaf und Leymah Gbowee sowie die Jemenitin Tawakkul Karman.

Topics
Schlagworte
Panorama (32844)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »