Ärzte Zeitung online, 22.12.2011

Viele Wege führen zur Notdienstapotheke

BERLIN (maw). Wer über die Weihnachtsfeiertage oder das Neujahrswochenende auf der Suche nach einer Notdienstapotheke ist, kann sich über die bundeseinheitliche Mobilnummer 22 8 33 (69 Cent/Minute) nach der nächsten Offizin erkundigen.

Viele Wege führen zur Notdienstapotheke

Apotheken-Notdienst - auch an den Feiertagen.

© Müller-Stauffenberg / imago

Darauf weist Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) hin.

Nach Ansage der vier nächstgelegenen Notdienstapotheken können sich Anrufer laut ABDA zwei davon auch - gegen Gebühr - als SMS schicken lassen.

Eine weitere Möglichkeit sei es, "apo" per SMS an die 22 8 33 zu schicken, dann eine zweite SMS mit der Postleitzahl des Standorts zu senden bzw. je nach Handytyp seine Zustimmung zur Lokalisierung zu geben (maximal 69 Cent/SMS).

Bei internetfähigen Handys lässt sich www.22833.mobi eingeben, für iPhones und Android-Handys eine passende "App" finden.

Die nächstgelegene Notdienstapotheke lasse sich auch bequem im Internet unter www.aponet.de finden oder mithilfe der kostenlosen Festnetznummer 0800/0022833.

Auch viele regionale Tageszeitungen berichten im Lokal- oder Serviceteil über den Apothekennotdienst im Ort.

Zudem hängt laut ABDA in jedem Apothekenschaufenster eine Liste der nächsten dienstbereiten Apotheken mit den entsprechenden Kontaktdaten aus.

Nachts und feiertags sind nach ABDA-Angaben bundesweit rund 2000 Apotheken jederzeit dienstbereit.

[26.12.2011, 16:28:35]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
ABDA-Chaos?
Das ist doch wohl die Höhe: Jede Arztpraxis/MVZ gibt per preisgünstigem Festnetz(FN)-Anrufbeantworter bekannt, wer Notdienst/Urlaubs- und Krankheitsvertretung hat bzw. wie der zentrale vertragsärztliche Notdienst zu erreichen ist. Anmerkung am Rande: Da die KBV und die Länder-KVen nicht in der Lage sind, eine bundesweit einheitliche FN-Nummer für den zentralen Notdienst der Niedergelassenen zu kreieren, wurde in NRW die jahrzehntelang bewährte Ortnetz-Rufnummer "19292" einfach stummgeschaltet und zugunsten der gebührenpflichtigen 0180-5044100 geändert!

Für den ABDA und die Apotheken kann es doch keine zu große intellektuelle Herausforderung sein, auf den jeweiligen Anrufbeantwortern die aktuell diensthabenden Apotheken mit Tel. Nr. und Adresse zu vermelden. So wie es mit dem Apothekenschaufenster-Aushang und den Tageszeitungs-Infos auch gelingt. Aber mit der bundeseinheitlichen Mobilfunknummer 22 8 33 pro Gesprächsminute u n d SMS je 69 Cent abzuzocken, geht m. E. zu weit. Patienten mit iPhones und Android-Handys könnte man per GPS-Daten komfortabel und gebührenpflichtig zur Apotheke lenken, ja. Aber die meisten kranken Apothekenkunden haben derartiges bzw. PC/Laptop nicht zur Hand.

Da bleibt nur die Empfehlung, im Internet unter www.aponet.de oder mit Hilfe der kostenlosen Festnetznummer 0800/0022833 günstiger pharmazeutische Versorgungsmöglichkeiten einzuholen. Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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