Ärzte Zeitung online, 16.07.2012

IKRK: Bürgerkrieg in Syrien weitet sich aus

GENF (dpa). Der Bürgerkrieg in Syrien hat sich nach Einschätzung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) ausgeweitet.

Es werde inzwischen an mehr Orten gekämpft als noch vor einigen Wochen. Bislang hatte das IKRK vor allem die Gegenden um Idlib, Homs und Hama als Gebiete mit bewaffneten Kämpfen bezeichnet.

"Das heißt aber nicht, dass wir nun sagen, das ganze Land sei inzwischen vom Bürgerkrieg erfasst", sagte IKRK-Sprecher Alexis Heeb am Montag der Nachrichtenagentur dpa.

Die Einschätzung des IKRK zur aktuellen Situation in den syrischen Kampfgebieten sei am Wochenende in manchen Medienberichten "anders interpretiert" worden.

"Wir meinen, dass Teile Syriens unter einem nicht-internationalen bewaffneten Konflikt leiden. Das haben wir aber bereits im April gesagt." Die Situation sei "fließend": Während einige Gebiete scheinbar zur Ruhe gekommen seien, würden in anderen plötzlich Kämpfe ausbrechen.

Das IKRK geht nach Angaben des Sprechers davon aus, das in allen Orten Syriens, an denen es zu Kämpfen kommt, das humanitäre Völkerrecht und die Bestimmungen der Genfer Konvention anzuwenden sind.

Dies bedeute, dass alle bewaffneten Gruppierungen die internationalen Regeln der Kriegführung akzeptieren und insbesondere Zivilisten verschonen und schützen müssen.

Topics
Schlagworte
Panorama (32318)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Mikroben – Heimliche Heiler

Jede zweite Zelle in und auf uns gehört einer Mikrobe. Durch die erfolgreiche Behandlung mit fäkalen Mikrobiota, etwa bei Autismus, hat die Mikrobiomforschung an Fahrt gewonnen. mehr »

Junge Besucher waren "Verjüngerungskur für DGIM"

Die "Ärzte Zeitung" hat den letzten DGIM-Kongresstag mit der Kamera begleitet. Tagungspräsident Sieber hat uns dabei Rede und Antwort gestanden - und erzählt, was ihn in den Tagen begeistert hat. mehr »

628 Kliniken soll Geld gestrichen werden

Hunderte Krankenhäuser sollen nach einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses keinen Zuschlag mehr für die Notfallversorgung erhalten. mehr »