Ärzte Zeitung online, 29.08.2012

Hantafieber

Zwei Tote in Kalifornien

In einem Nationalpark in den USA ist das Hantavirus aufgetreten. Zwei Menschen sind daran gestorben. Die Behörden haben fast 2000 Besucher vorsorglich informiert.

SAN FRANCISCO (dpa). Zwei Menschen sind im kalifornischen Yosemite-Nationalpark an den Folgen einer Infektion mit Hantaviren gestorben. Nach Mitteilung der Parkverwaltung hat ein weiterer mit dem Erreger infizierter Mensch die Erkrankung überlebt.

Rund 1700 Besucher, die in den vergangenen Wochen in den Zelthütten des Naturparks übernachtet haben, seien jetzt auf die mögliche Infektionsgefahr hingewiesen worden, berichteten die US-Zeitung "Los Angeles Times" am Dienstag.

Nach Informationen der amerikanischen Behörde zur Seuchenkontrolle (CDC) sind in den USA zwischen 1993 und 2011 insgesamt 587 Hantavirus-Infektionen bekannt geworden. Etwa jede dritte davon endete tödlich.

Hantaviren kommen weltweit vor. Sie werden in Deutschland vor allem über Rötelmäuse verbreitet, die die Erreger über Kot und Urin ausscheiden. Menschen infizieren sich meist dadurch, dass sie verunreinigten Staub einatmen, etwa bei Holzarbeiten im Wald und Garten sowie beim Reinigen von Kellern, Schuppen und Ställen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Auf Frühstück zu verzichten erhöht Diabetes-Gefahr

Wer das Frühststücken auslässt, erhöht damit womöglich das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Eine Metaanalyse mit fast 100.000 Teilnehmern zeigt: Die Gefahr wächst mit den Tagen. mehr »

Grünes Licht für die MWBO-Novelle

Weniger Richtzeiten und kompetenzbasiertes Lernen: Der Vorstand der Bundesärztekammer hat die Novelle der (Muster-)Weiterbildungsordnung beschlossen. mehr »

Verdacht auf Kindesmisshandlung? Das sollten Ärzte dann tun

Haben Ärzte den Verdacht, dass ein Kind vernachlässigt, misshandelt oder gar missbraucht wird, sollten sie umgehend tätig werden. Wie sie vorgehen sollten, erläutert Oliver Berthold, Leiter der Kinderschutzambulanz in Berlin. mehr »