Ärzte Zeitung, 21.11.2012

Hygiene

Museum sucht Spender

DRESDEN. Um Geschichten über den Menschen erzählen zu können, sammelt das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden Dinge, die Auskunft darüber geben, welches Verhältnis Mann oder Frau, Jung und Alt zu ihrem eigenen Körper haben.

Das Museum trägt nicht nur historische Alltagsobjekte zur Geschichte des Körpers zusammen, sondern auch Gegenstände aus der jüngeren Vergangenheit und der unmittelbaren Gegenwart.

Die Sammlungstätigkeit konzentriert sich hierbei auf die fünf Themenfelder Kindheit, Alter, Körperkult, Körperdaten und - als Beispiel für eine moderne Epidemie - Schweinegrippe.

Für diese Bereiche werden schwerpunktmäßig aktuelle Objekte gesammelt, mit denen wichtige gesellschaftlich Umbrüche und Debatten für zukünftige Museumsbesucher dokumentiert werden können.

Die Menschen in Dresden sind aufgefordert, dieser Bitte nachzukommen. Am 24. November, einem Tag der Offenen Tür, sollen sie die Chance haben, ihre Schenkungen abzugeben. (eb)

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[21.11.2012, 12:29:21]
Dr. Horst Grünwoldt 
Körper-Dinge
Was versteht unser großartiges Hygiene-Museum in Dresden unter "Dingen oder Sammelstücken, die ein Verhältnis zum eigenen Körper" haben sollen?
Welche Alltagsobjekte sind damit gemeint für die "Themenfelder" Kindheit (Nuckel, kindl. Essbestecke oder Faschingskostüm?), Alter (Wärmflaschen, Prothesen oder Gehhilfen?), Körperkult (Toupets, erot. Spielzeug, push-ups?) oder Epidemien (Damokles-Schwerter, fikt. Seuchen-Szenarien,überlagerten Schweinegrippe-Impfstoff?) ?
An die Dokumentation welcher "gesellschaftlicher Umbrüche" denken dabei die Sammler des renomierten Museums?
Bisher haben sie ja wunderbare Schaustücke der gesundheitsbezogenen Entwicklung des Fachgebiets der Hygiene (Gesundheitslehre) im geschichtlichen Zusammenhang mit aufklärenden Bildtafeln und Texten gezeigt. Ich würde zunächst sagen: Weiter so in der Kontinuität!
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt (FTA für Hygiene), Rostock  zum Beitrag »

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