Ärzte Zeitung, 21.11.2012

GÄRID

Gesellschaft für Intimchirurgie gegründet

LEIPZIG. Seit Jahren steigt die Anzahl der intimchirurgischen Eingriffe in Deutschland stetig. Jedoch existiert bislang keine spezifische medizinische Ausbildung für diesen Bereich.

Um Patienten mehr Sicherheit und Aufklärung zu bieten, gründete Dr. Marwan Nuwayhid, Leiter zweier Kliniken in Leipzig und Dresden, nun die Gesellschaft für ästhetische und rekonstruktive Intimchirurgie Deutschland (GÄRID).

So habe sich beispielsweise die Zahl der Schamlippenkorrekturen in Deutschland von 2004 bis heute auf rund 1400 pro Jahr verdoppelt, teilt die Gesellschaft mit.

Mit steigender Eingriffszahl wachse auch der Bedarf an professioneller Ausbildung der Ärzte. Hier gebe es noch einiges zu tun, so die GÄRID. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[21.11.2012, 12:52:15]
Dr. Horst Grünwoldt 
Weibliche Beschneidung
Die Zahl der Brustvergrößerungen wird sich nach dem Implantat-Skandall vermutlich (und hoffentlich nachhaltig!) stark verringern. Das werden die "Schönheits"-Chirurgen auch am Kontostand registrieren müssen.
Daß gelegentlich auch eine Schamlippen-Korrektur aus kosmetischen Gründen wg. Übergöße wünschenswert sein kann, sei nicht in Frage gestellt.
Wie kann sich aber in weniger als zehn Jahren ihre operative Zahl verdoppeln?
Hat dafür etwa der Dr. Marwan Nuwayhid aus Leipzig in seinen (Schönheits-?)Kliniken gesorgt?
Das letzte Wort über derartige Beschneidungen sollten aus medizinisch-funktionalen Gründen aber immer der Gynäkologe und Urologe haben!
(Dazu würde ich natürlich meiner Liebsten als Frauenfreund stets raten)
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »