Ärzte Zeitung online, 21.12.2012

Resolution

UN gegen Genitalverstümmelung

NEW YORK. Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat erstmals in einer Resolution zum Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung aufgerufen.

In dem am Donnerstag in New York verabschiedeten Dokument fordert das Gremium die internationale Staatengemeinschaft auf, Gesetze gegen die Verstümmelung zu verhängen und deren Einhaltung streng zu überwachen.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International begrüßte die Resolution. Ihren Angaben zufolge sind rund drei Millionen Mädchen in fast 30 Ländern der Welt von der oftmals mit Tradition oder Religion begründeten Praxis betroffen.

Die Genitalverstümmelung kann zu Problemen bei sexuellen Beziehungen und Geburten und schlimmstenfalls sogar zum Tod führen. (dpa)

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[25.12.2012, 17:18:39]
Dr. Horst Grünwoldt 
Blindheit
Da haben die Vereinten Nationen (UN) aber seit ihrer Gründungsversammlung viele Jahrzehnte blindlings zugeschaut, obwohl ihren internationalen Organisationen WHO und FAO die grausame Genital-Verstümmelung von Mädchen in einigen E-Ländern der sog. Dritten Welt immer schon zu Gesicht gekommen ist!
Auch die bei Knaben -aus vermeintlich traditionellen oder religiösen Gründen- durchgeführte rituelle Beschneidung der männlichen Penisvorhaut bleibt eine -in den häufigsten Fällen medizinisch nicht gerechtfertigte- genitale Verstümmelung.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock zum Beitrag »

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