Ärzte Zeitung, 25.10.2013
 

Bombenfund

Frauenklinik der Uni Magdeburg evakuiert

Bomben-Alarm in Magdeburg: Bei Bauarbeiten ist eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Für die Entschärfung mussten rund 10.000 Menschen evakuiert werden - darunter waren Frühgeborene aus der Unifrauenklinik und Bewohner eines Altenheims.

Frauenklinik der Uni Magdeburg evakuiert

Die Frauenklinik der Uni Magdeburg musste evakuiert werden.

© Lukas Schulze / dpa

MAGDEBURG. Rund 10.000 Magdeburger mussten ab Donnerstagnachmittag ihre Wohnungen verlassen. In der Innenstadt wurde eine Fünf-Zentner-Bombe entschärft, die am Vortag bei Bauarbeiten entdeckt worden war. Betroffen von der Evakuierung waren auch ein Altenheim sowie die Unifrauenklinik.

Bereits in den frühen Morgenstunden hatte der Krisenstab des Universitätsklinikums getagt. Dr. Jan Hülsemann, Ärztlicher Direktor: "Drei Hochrisikoschwangere wurden in die Uniklinik Halle geflogen. Ein Drillingspaar hat das Klinikum Magdeburg aufgenommen. Die übrigen Patientinnen und Neugeborene, die nicht entlassen werden konnten, sind in Kliniken auf dem Campus untergebracht."

Medizinische Geräte waren umzusetzen

Vorangegangen waren auch dort vorfristige Entlassungen und Umverlegungen, damit Patienten, Ärzte und Pflegekräfte der Unifrauenklinik in einem Bereich konzentriert untergebracht werden konnten.

Besonders schwierig sei, so Hülsemann, die Verlegung der 16 Frühgeborenen gewesen. Transportinkubatoren mussten angefordert, die Begleitung von Ärzten und Schwestern gesichert werden.

Darüber hinaus waren medizinische Geräte der Neonatologie umzusetzen. "Wir arbeiten eng mit der Stadt zusammen, die uns die Transportkapazitäten zur Verfügung stellt", so Hülsemann, der bereits am Donnerstagvormittag erleichtert sagte: "Alles, was wir machen konnten, ist getan".

Am Freitag wieder zurück auf Station

Dazu gehörte die Sicherstellung möglicher Notfallkaiserschnitte, aber auch die Bereitstellung zusätzlicher Betten für Pflegebedürftige aus dem häuslichen Bereich und dem Altenpflegeheim.

Die Patienten sollen am Freitagvormittag zurückverlegt werden. (zie)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

So schützen sich Krebskranke vor Stigmatisierung

Wer an Krebs erkrankt, muss sich auch mit der damit verbundenen Stigmatisierung auseinandersetzen. Forscher raten zu gezielten Gegenstrategien. mehr »

Kassen rücken beim Arztinfo-System von der Steuerung via Ampel ab

Nutzenbewertungen neuer Arzneimittel durch den GBA finden bei Ärzten bisher oft nur wenig Beachtung. Ein Arztinfo-System soll das ändern. Der GKV-Spitzenverband hat dafür jetzt einen Prototypen präsentiert. mehr »

Sport tut den Gelenken gut - auch bei Multimorbidität

Selbst Arthrosepatienten mit schweren Begleiterkrankungen profitieren von regelmäßigem körperlichem Training. Es gibt allerdings eine Voraussetzung. mehr »