Ärzte Zeitung online, 24.12.2013

Gefährliches Diebesgut

Einbrecher stehlen Tresor mit Strychnin

Lebensgefährlicher Einbruch: Mit Bargeld und einer Flasche Strychnin entkamen Einbrecher in Tschechien. Die Polizei macht sich Sorgen.

PRAG. Einen Tresor mit hochgiftigem Strychnin haben Einbrecher in Tschechien gestohlen. Weil neben Bargeld auch die Giftflasche in dem Panzerschrank stand, fürchtet die Polizei nun um Gesundheit und Leben der Kriminellen.

"Sie müssen unverzüglich ärztliche Hilfe aufsuchen", teilte eine Polizeisprecherin in der östlichen Stadt Svitavy am Montag mit.

Die Beamten hatten das Fluchtauto aufgespürt, in dem die Diebe die alte Giftflasche ausgeschüttet hatten. Spezialisten in Schutzanzügen stellten das Pulver sicher und wiesen im Labor die Substanz Strychnin nach.

Strychnin kann bei Aufnahme über die Haut oder Einatmung zu Krämpfen bis hin zum Tod kommen. Eine Menge von 30-120 mg Strychnin kann für einen erwachsenen Menschen tödlich sein. Strychnin wird rasch über die Schleimhäute aufgenommen und wirkt direkt über das Nervensystem. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Neue Arzneien zum Schutz vor Brüchen

Osteoporose wird oft übersehen. Der Welt-Osteoporose Tag rückt die Erkrankung ins Bewusstsein. Zum Schutz vor Frakturen werden derzeit neue Substanzen erprobt. mehr »

Vergangenheit, die nicht vergeht

Ramstein, Eschede, Loveparade in Duisburg: Großunglücke lassen bei Opfern und oft auch bei Einsatzkräften seelische Wunden zurück. Psychotraumatologen können den Betroffenen in der Regel gut helfen. mehr »

Politik hat die Bedeutung der Arzneimittelforschung erkannt

Gute Versorgungsideen sind in der Politik willkommen, stellte Gesundheitsminister Jens Spahn bei der Springer Medizin Gala zum Galenus-von-Pergamon-Preis klar. mehr »