Ärzte Zeitung online, 27.12.2013

Ernährungsberatung

Fastfood-Bashing à la McDonald‘s

Meldung aus dem Kuriositätenkabinett: Der Schnellimbiss-Riese McDonald‘s hat auf einer Website für Mitarbeiter vor Fastfood gewarnt. Alles nur ein Versehen? Jetzt hat das Unternehmen die Website zumindest abgeschaltet.

Fastfood-Bashing à la McDonald‘s

Gesund, oder doch eher ungesund? Bei McDonald's will man sich offenbar nicht festlegen.

© dpa

WASHINGTON. Nach wochenlanger Kritik hat die amerikanische Fastfood-Kette McDonald's eine Internetseite mit Informationen für ihre US-Mitarbeiter abgeschaltet.

Das Angebot hatte unter anderem für Spott in den Medien gesorgt, weil es den McDonald's-Angestellten erklärte, dass eine Mahlzeit mit Cheeseburger und Pommes "ungesund" sei, berichtete der TV-Sender CNBC.

Die von einer externen Firma erstellte Seite habe Links zu veralteten Informationen enthalten sowie "unberechtigte Kritik und unangemessene Kommentare" hervorgerufen, teilte das Unternehmen während der Weihnachtstage als Begründung für die Abschaltung mit.

"Eine Kombination von Faktoren hat es uns überdenken lassen und wir haben den Anbieter angewiesen, die Website zu entfernen", hieß es weiter.

Neben den Ernährungsratschlägen, die den Besuch eines Fastfood-Restaurants als "Herausforderung" beschrieben, wenn man gesund essen wolle, führte die Seite laut US-Medien auch andere Tipps für die Beschäftigten auf.

Sie sollten ihren Hausangestellten gelegentlich Trinkgeld geben, habe es etwa geheißen. Kritiker betonen, dass McDonald's-Beschäftigte oft nur den gesetzlichen Mindestlohn verdienen und ihr Einkommen mit staatlicher Unterstützung aufstocken müssen. (dpa)

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