Ärzte Zeitung online, 21.01.2015

Gesundheitsgefahr

EU-Kommission nimmt Energydrinks ins Visier

Die EU-Kommission will koffeinhaltige Energy Drinks schärfer ins Visier nehmen, um Kinder und Jugendliche vor einem gefährlich hohen Koffeinkonsum zu schützen.

BERLIN. Die verfügbaren Informationen für Kinder und Jugendliche genügten wohl nicht, um einen zu hohen Koffeinkonsum zu vermeiden, sagte EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Daher wolle er mit der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA diskutieren, "was die EU-Staaten hier gegebenenfalls unternehmen sollten".

Es sei besorgniserregend, dass die Drinks bei Jugendlichen immer beliebter würden.

Bundesernährungsminister Christian Schmidt sagte, derzeit werde geprüft, ob eine weitere Informationskampagne sinnvoll wäre.

Der CSU-Politiker betonte aber in der "Passauer Neuen Presse": "Mit Grenzwerten und Warnhinweisen haben wir ein doppeltes Sicherheitsnetz. Unsere bisherigen Warnhinweise haben wir seit Dezember noch weiter ausgeweitet."

Es sei nicht zu beeinflussen, dass es immer Menschen geben werde, die Hinweise ignorierten.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hatte gefordert, dass Energy Drinks erst an Erwachsene ab 18 Jahren abgegeben werden dürfen.

Auch die Ernährungsexpertin beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Sophie Herr, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", diese Drinks seien für Kinder und Jugendliche nicht geeignet. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Europäische Impfwoche - Same procedure as last year!

Heute starten die Europäischen Impfwochen. Am Beispiel Masern werden beträchtliche Defizite in Deutschland deutlich - und dass es seit Jahren kaum Fortschritte gibt. mehr »

Blick ins Gehirn offenbart beste Therapie-Option

Einige Depressive sprechen besser auf Verhaltenstherapien an, andere auf Antidepressiva. Ein Blick ins Hirn per fMRT zeigt, welcher Ansatz den meisten Erfolg verspricht. mehr »

Milliarden für die Versicherten – Kassen bleiben skeptisch

Erster Aufschlag des neuen Gesundheitsministers: Jens Spahn will gesetzlich Versicherte per Gesetz entlasten. Aus Richtung Kassen und Opposition weht scharfer Gegenwind. mehr »