Ärzte Zeitung online, 20.04.2015

Alkoholvergiftung vermutet

Todesfälle in Nigeria geben Rätsel auf

Innerhalb kurzer Zeit sind im Süden Nigerias 18 Menschen mit ähnlichen Symptomen gestorben - wahrscheinlich an einer Alkoholvergiftung. Sicher ist das laut Behörden aber noch nicht. Weitere Tests auf mögliche Infektionen laufen.

ABUJA. Im Süden Nigerias sind innerhalb kurzer Zeit 18 Menschen mit ähnlichen Symptomen gestorben, vermutlich an einer Alkoholvergiftung.

Blutuntersuchungen deuteten auf diese Ursache hin, sagte der Chef der Gesundheitsbehörde des Bundesstaates Ondo, Dayo Adeyanju, am Sonntag dem Sender "Channels Television" zufolge.

Die bisherigen Tests hätten ergeben, dass die Opfer alkoholische Getränke zu sich genommen hätten. Im Anschluss klagten sie über starke Kopfschmerzen und verloren ihre Sehkraft.

Es gebe derzeit noch fünf weitere Erkrankte in der Stadt Ode Irele. Die genauen Hintergründe würden weiter untersucht.

Erste Tests auf Viren und Bakterien hätten keine Hinweise auf eine Infektion ergeben.

Rückenmarks-, Blut-, und Urinproben würden im Labor noch weiter untersucht, hieß es von der nigerianischen Gesundheitsbehörde.

Gouverneur betont: Keine Ähnlichkeit mit Ebola

Eine medizinische Spezialeinheit mache vorsichtshalber alle ausfindig, die mit den Verstorbenen Kontakt hatten.

Gregory Härtl von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte über den Kurznachrichtendienst Twitter zunächst mitgeteilt, dass eine Vergiftung mit Pflanzenschutzmitteln als Ursache vermutet werde.

Der Gouverneur des Bundesstaates, Olusegun Mimiko, betonte im Fernsehen, die Krankheit habe keine Ähnlichkeit mit Ebola.

In Westafrika haben sich seit vergangenem Jahr mehr als 25.000 Menschen mit dem Ebolavirus infiziert, mehr als 10.000 sind gestorben. Am schwersten betroffen waren Liberia, Guinea und Sierra Leone. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Gala mit Herz und Verstand

Mit einer festlichen Gala hat Springer Medizin pharmakologische Innovationen und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträger vermittelten Hoffnung auf Heilung und auf Hilfe, hieß es am Donnerstagabend. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der deutschen pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »