Ärzte Zeitung online, 26.06.2015

UN-Weltdrogenbericht

Mohn für Opium wächst auf Rekordfläche

Der Anbau von Mohn zur Produktion von Opium und Heroin hat nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) ein beispielloses Ausmaß erreicht.

WIEN. Der Anbau von Mohn zur Produktion von Opium und Heroin hat nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) ein beispielloses Ausmaß erreicht.

In Afghanistan, Laos und Myanmar werde der Mohn inzwischen auf fast 350.000 Hektar angebaut, geht aus dem am Freitag in Wien vorgestellten Weltdrogenbericht hervor.

Dabei bleibt Afghanistan mit 224.000 Hektar die bei weitem wichtigste Opium-Quelle weltweit.

"Der Anbaurekord bei Mohn in Afghanistan ist eine enorme Herausforderung für das Land und die internationale Gemeinschaft", heißt es in dem Bericht weiter.

Afghanistan produziert rund 80 Prozent des Rohopiums weltweit, das der Grundstoff für Heroin ist.

Die Experten der UN zeigen sich darüber hinaus skeptisch, was die Legalisierung von Cannabis angeht.

Es gebe auf dem Markt eine Vielzahl von Cannabis-Produkten, "von denen einige schädlicher erscheinen als ihre Vorgänger". (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich
[08.07.2015, 19:02:40]
Dr. Horst Grünwoldt 
Opium für die Erste Welt
Der absurde "Krieg" gegen die Taliban-Terroristen konnte niemals aus den teuren "Feldlagern" der Alliierten gewonnen werden, sondern alleine im Kampf gegen den Drogenanbau. Damit wäre denen bekanntlich die Finanzierung des Terrorismus die Basis genommen worden. Und gleichzeitig auch das Drogenelend bei uns wesentlich reduziert worden...
Was bleibt nach dem Abzug unserer Bundeswehr zurück in dieser archaischen Clangesellschaft? Ein gesetzloses Land im alltäglichen Überlebenskampf jedes Einzelnen - ohne jede demographische Perspektive!
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock
 zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »