Ärzte Zeitung online, 07.09.2015

Weiße Frau mit schwarzem Baby

Klage gegen Samenbank gescheitert

CHICAGO. Eine weiße Amerikanerin, die irrtümlich mit Samen eines Schwarzen befruchtet wurde, ist mit ihrer Klage gegen die Samenbank vorerst gescheitert.

Wie die "Washington Post" am Wochenende berichtete, brachte die Frau ein dunkelhäutiges Mädchen zur Welt, die mittlerweile dreijährige Payton. Die Mutter lastete der Samenbank unter anderem eine "Garantie-Verletzung" an und forderte 50.000 Dollar Schadensersatz.

Der zuständige Richter im Bezirk DuPage (Bundesstaat Illinois) wies den Vorstoß der Zeitung zufolge zurück. Die Frau kann aber ihre Klage umformulieren und versuchen, die Samenbank nunmehr wegen Fahrlässigkeit zu belangen.

Die Klägerin stellte nach Medienberichten klar, dass sie ihre Tochter sehr liebe. In ihrer Klage hob sie darauf ab, dass der Fehler ihr und ihrer Partnerin Stress und Schmerz zugefügt habe. Zudem seien medizinische Kosten entstanden.

Sie sei nicht darauf vorbereitet gewesen, ein afroamerikanisches Kind großzuziehen. Auch sei es möglich, dass die Gemeinde, in der sie lebe, ein Kind andersartiger ethnischer Abstammung nicht akzeptieren werde. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weniger Kardiologen = mehr Herztote?

In Bundesländern mit weniger niedergelassenen Kardiologen sterben mehr Patienten an Herzerkrankungen, so der aktuelle Herzbericht. mehr »

Fehlerquelle Datenschutzerklärung

Die meisten Praxis-Websites von Haus- und Fachärzten erfüllen nicht die gesetzlichen Anforderungen. Das legt eine aktuelle Studie nah. mehr »

Nach einem Hörsturz ist das Schlaganfallrisiko erhöht

Nach einem Hörsturz haben Patienten ein erhöhtes Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. In einer südkoreanischen Studie war dies kontinuierlich über einen elfjährigen Nachbeobachtungszeitraum festzustellen. mehr »