Ärzte Zeitung online, 10.11.2015

Altbundeskanzler

Helmut Schmidt ist tot

Helmut Schmidt ist tot

Helmut Schmidt

© Christian Charisius / dpa

HAMBURG. Der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt ist tot. Der SPD-Politiker starb nach Angaben seines Arztes Professor Heiner Greten am Dienstag gegen 14.30 Uhr im Alter von 96 Jahren in seiner Heimatstadt Hamburg. Noch im September war Schmidt wegen eines Gefäßverschlusses im Bein operiert worden.

Schmidt war von 1974 und bis 1982 als Nachfolger von Willy Brandt Bundeskanzler. In der Großen Koalition führte er von 1967 bis 1969 die SPD-Bundestagsfraktion und war danach Verteidigungs- und Finanzminister.

Als Kanzler war der Diplomvolkswirt unter anderem mit der weltweiten Ölkrise in den 70er Jahren und dem Kampf gegen den Terrorismus der "Roten Armee-Fraktion" konfrontiert. Auch die Auseinandersetzung um den Nato-Doppelbeschluss prägte Schmidts Kanzlerschaft.

Im Herbst 1982 scheiterte die von Schmidt geführte Koalition mit der FDP an Differenzen in der Wirtschafts- und Sozialpolitik. Seit 1983 war Helmut Schmidt Mitherausgeber der Wochenzeitung "Die Zeit", er schrieb zahlreiche Bücher und war für Vorträge viel auf Reisen. Auch im hohen Alter war seine Meinung gefragt und geschätzt. (dpa)

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Helmut Schmidt (38)
[12.11.2015, 10:19:14]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Altbundeskanzler Helmut Schmidt...
war immer ein Mann der Aufklärung gewesen und mit tiefster Überzeugung Rationalist, ein Mann der Vernunft und des Verstandes!

Deshalb sollte man ihm keine historisch überlieferten, bestenfalls vom Hörensagen her aufgeschriebene Bibelzitate hinterherwerfen, a u s denen niemand, nicht mal Jesus Christus persönlich sprechen könnte. M i t Bibelzitaten könnte man allenfalls versuchen, eigene Grundüberzeugungen etwas klarer zu machen - wenn sie gelegentlich etwas deplatziert wirken, liegt es an unserer zutiefst menschlichen Unvollkommenheit.

Ich selbst halte es dagegen mit der liturgischen Formel innerhalb der in Norddeutschland üblichen evangelischen Bestattungsfeier: „Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub.“ Dazu erfolgt ein dreifacher Erdwurf durch den Geistlichen ins offene Grab hinein. Ob und wie der Geist des Verstorbenen dann noch weiterlebt oder gar unsterblich bleiben wird, ist eher eine existenzialphilosophische Frage.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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[11.11.2015, 22:56:50]
Claus F. Dieterle 
Ewiges Leben
Helmut Schmidt war der Ansicht, dass mit dem Tod alles aus ist. Als Christ bin ich anderer Überzeugung. Jesus Christus spricht in Johannes 3,26: "Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben...". Und Psalm 90,12 möchte ich in Erinnerung rufen: "Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden."  zum Beitrag »

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