Ärzte Zeitung online, 20.11.2015

Terror in Paris

Notfallsanitäter erhalten Schutz vor Giftgas

PARIS. Rettungskräfte und Krankenhäuser in Frankreich werden für den Fall eines Giftgasangriffs mit einem Gegenmittel ausgestattet.

Die Entscheidung dazu sei bereits vor den Terroranschlägen vor einer Woche getroffen worden, sagte eine Militärsprecherin am Donnerstag in Paris.

Regierungschef Manuel Valls warnte am gleichen Tag im Parlament vor einem terroristischen Angriff mit chemischen oder bakteriologischen Waffen: "Man darf heute nichts ausschließen."

Die Rettungsdienste hätten bereits bei der Vorbereitung auf den bevorstehenden Weltklimagipfel in Paris die Anschaffung von Atropin-Sulfat beantragt, sagte die Sprecherin.

Atropin-Sulfat wird von den Streitkräften produziert und gelagert, um Soldaten im Fall eines Chemiewaffenangriffs zu behandeln.

Es wirkt als Gegenmittel zu Nervengasen wie Sarin. Rechtliche Grundlage für den zivilen Einsatz ist ein Erlass des Gesundheitsministeriums. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hunde im MRT hygienischer als bärtige Männer

Ist es hygienisch, Hunde in MRT-Scanner zu legen, mit denen primär Menschen untersucht werden? Ja, legt eine Studie nahe: Bärtige Männer bergen höhere Kontaminationsrisiken. mehr »

Starke Konzentration wird im Fall Valsartan zum Klumpenrisiko

Noch ist die Risikobewertung im Fall Valsartan nicht abgeschlossen. Aber der Vorgang zeigt die Risiken der starken Marktkonzentration. mehr »

Die Gesundheit der Bombenkinder

Seit Jahrzehnten berichten viele Hibakusha – so nennt Japan seine Atombombenopfer – regelmäßig vor Schülern und Interessierten aus dem In- und Ausland von dem Grauen, das sie und ihre Angehörigen erlebten. mehr »