Ärzte Zeitung online, 31.07.2017

Wellcare

Das Geschäft mit Fitness und Schönheit boomt

Jung, gesund, schön: Die Ansprüche an sich selbst wachsen in unserer Gesellschaft. Die Anbieter von Wellcare-Produkten profitieren von dem Trend massiv, so eine Umfrage – und vielleicht auch Ärzte.

Das Geschäft mit Fitness und Schönheit boomt

Der kritische Blick: Produkte zur Verbesserung der Schönheit und Gesundheit liegen im Trend.

© javiindy / stock.adobe.com

MÜNCHEN. Ein wachsendes Gesundheits- und Schönheitsbewusstsein der Verbraucher verschafft der Medizin- und Wellnessbranche weltweit Auftrieb. Laut einer Studie der Strategieberatung PwC Strategy& dürfte der sogenannte Wellcare-Markt mit einem Volumen von derzeit geschätzten 580 Milliarden Euro pro Jahr künftig weiter deutlich zulegen.

Hierzu gehören spezielle Nahrungsergänzungsmittel ebenso wie Gesundheits-, Fitness- und Kosmetikprodukte sowie Wellnessbehandlungen, aber auch digitale Fitness-Helfer.

In einer repräsentativen Umfrage in Deutschland gab knapp die Hälfte der Befragten (46 Prozent) an, mindestens ein bis zwei Mal pro Woche Sport zu treiben – "allerdings bedeutet dies auch, dass etwas mehr als die Hälfte unregelmäßig oder gar nicht aktiv ist", stellten die Autoren der Studie fest. Jeder zehnte Mann gab an, überhaupt nichts für Gesundheit oder Fitness zu tun.

Marktchancen sehen die Autoren gerade für digitale Gesundheits- und Fitnessanwendungen. So nutzen derzeit 14 Prozent der Befragten spezielle Apps fürs Lauftraining und andere Übungen. Elf Prozent verwenden Fitness-Tracker oder smarte Multisportuhren, und 30 Prozent der Befragten gaben an, sich in absehbarer Zeit einen Tracker zulegen zu wollen, wobei sich vor allem jüngere Menschen zwischen 18 und 39 Jahren interessiert zeigten.

Hälfte würde Daten mit Arzt teilen

Zudem besteht eine gewisse Bereitschaft, erfasste Gesundheitsdaten mit Dritten zu teilen, wie die Befragung zeigt: 46 Prozent wären demnach bereit, solche Daten ihrem Arzt mitzuteilen, knapp ein Viertel würde sie mit der Krankenkasse teilen.

Immerhin noch zwei Prozent der Befragten zeigte sich bereit, Daten über ihren Gesundheitszustand an den Arbeitgeber zu übermitteln. (dpa)

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