Ärzte Zeitung online, 20.09.2017

Leben mit Hund und Katze

Kranke Haustiere können Besitzer stark belasten

KENT. Die Pflege eines schwerkranken Haustieres kann Stress, Angst und Depressionen nach sich ziehen. Das schlussfolgern US-Forscher nach einer Befragung von Hunderten Hunde- und Katzenbesitzern. Ihre Ergebnisse seien vor allem für Tierärzte von Bedeutung, die mit der Gefühlswelt der Haustierhalter unmittelbar konfrontiert seien, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt "Veterinary Record".

Ein besseres Verständnis könne den Tierärzten helfen, Wut oder Verzweiflung besser auszuhalten und Tierhalter wenn nötig auch auf Hilfsangebote hinzuweisen.

Die Auswertung der Angaben zeigte, dass sich Besitzer schwerkranker Haustiere gestresst und stark belastet fühlen oder gar Anzeichen einer Depression zeigten. Die Beschwerden der Haustierbesitzer ähnelten damit denen von Menschen, die schwerkranke Angehörige pflegen, schreiben die Forscher.

Die Forscher um Mary Beth Spitznagel von der Kent State University hatten in sozialen Medien Haustierbesitzer gebeten, an ihrer Studie teilzunehmen. 238 Interessenten erfüllten die vorgegebenen Kriterien. Die eine Hälfte hatte ein gesundes Tier, die andere Hälfte ein chronisch- oder sterbenskrankes. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die häufigsten Fehler bei der Opioid-Therapie

Nehmen Patienten Opioide ein, müssen sie einiges beachten. Manches Missverständnis und mancher Einnahmefehler können Ärzte mit zwei Sätzen der Erklärung ausräumen. mehr »

Spahn im Dialog mit den Ärzten

Seit Monaten wird heiß ums Terminservice- und Versorgungsgesetz diskutiert. Heute stellte sich Jens Spahn direkt den Fragen der Ärzteschaft zu TSVG, Sprechstunden und Co. Das Wichtigste der Veranstaltung in 13 Tweets. mehr »

DEGAM fürchtet Rolle rückwärts

Es hakt bei der Umsetzung des Masterplans. Die Fachgesellschaft DEGAM will verhindern, dass zentrale Reformziele verwässert werden. mehr »