Ärzte Zeitung online, 06.02.2019

Unicef

Weltweit profitiert nur jedes dritte Kind von Sozialleistungen

GENF. Nur etwas mehr als ein Drittel aller Kinder weltweit profitiert nach Angaben der Vereinten Nationen von Sozialleistungen.

Vor allem in Afrika kämen lediglich rund 16 Prozent der Kinder in den Genuss solcher Hilfen, heißt es in einem gemeinsamen Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef und der Internationalen Arbeitsorganisation ILO, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Gleichzeitig leben laut Unicef rund 385 Millionen aller Kinder und Jugendlichen weltweit in extremer Armut - das sind etwa 20 Prozent aller Menschen bis 17 Jahre. Extreme Armut bedeutet, dass ein Mensch pro Tag nicht mehr als 1,66 Euro zur Verfügung hat.

Die Unterstützung von Kindern ist auf den verschiedenen Kontinenten dem Bericht zufolge sehr unterschiedlich. In Europa kommen zum Beispiel 87 Prozent der Kinder in den Genuss von Hilfen, in der Region Asien-Pazifik dagegen nur 28 Prozent. Unicef und ILO rufen die Politik dazu auf, vermehrt flächendeckende Sozialhilfen einzuführen.

„Kinder- und Familienhilfen sind eine wichtige Grundlage in der sozialen Absicherung von Kindern und erreichen direkt die finanziellen Barrieren, die Kinder daran hindern, ihre Rechte wahrzunehmen und ihre Potenziale auszuschöpfen“, heißt es in dem Bericht.

Es sei deutlich erkennbar, dass Sozialleistungen, vor allem direkte finanzielle Zuwendungen, die Versorgung mit Lebensmitteln, die Gesundheit und den Zugang zu Bildung verbesserten. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Auf dem Weg zum Bluttest

Demenz-Diagnose ganz einfach per Biomarker: Serumtests auf Beta-Amyloid und Tau könnten in naher Zukunft recht genau anzeigen, wer gerade in eine Demenz abgleitet. mehr »

Herzschutz ist auch Schutz vor Demenz

Wer mit 50 Jahren nicht raucht, nicht dick ist, sich gesund ernährt, Sport treibt und normale Blutzucker-, Blutdruck- und Cholesterinwerte hat, der kann seine Hirnalterung um mehrere Jahre verzögern. mehr »

Das Oktoberfest im Gesundheits-Check

Laute Menschenmassen, Hendl und sehr, sehr viel Bier: Kann das noch gesund sein? Ein Blick auf das Oktoberfest aus Gesundheitssicht. mehr »