Ärzte Zeitung, 19.01.2004

Epidemiologischer Kurzschluß

In Großbritannien macht zur Zeit dieser Witz die Runde (BMJ 328, 2004, 176): Japaner essen extrem wenig Fett, Mexikaner dagegen extrem viel. In beiden Ländern sind Herzinfarkte viel seltener als in Großbritannien oder in den USA.

Afrikaner trinken nur ganz wenig Rotwein, Italiener aber eine ganze Menge davon. Beide Gruppen haben sehr viel seltener Herzinfarkte als Briten oder Amerikaner. Der epidemiologische Schluß für Angelsachsen liege auf der Hand: Sie können essen und trinken, was sie wollen. Es muß wohl die englische Sprache sein, die einen umbringt. Für die deutsche scheint das übrigens auch zu gelten... (ug)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3196)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »