Ärzte Zeitung, 09.02.2004

FUNDSACHE

Frauenhände können sanfter foltern

Frauen sind das zartere Geschlecht, deshalb können sie einfach nicht so brutal sein wie Männer. Dieses Klischee scheint der Grund zu sein, weshalb es weniger weh tut, wenn eine Frau Schmerzen zufügt, als wenn das ein Mann tut.

David Williams von der Universität von Westminster in Großbritannien hat Studenten Daumenschrauben angelegt. Ein Mann oder eine Frau hat die Daumenschrauben zugedreht, und die Probanden sollten das so lange aushalten, wie sie konnten, berichtet "New Scientist" online.

Egal, ob die Studenten männlich oder weiblich waren, drehte eine Frau an der Schraube, waren sie weniger schmerzempfindlich. Auch die Umgebung hatte einen Einfluß auf die Schmerzgrenze: Waren Objekte in dem Raum, die irgendwie mit Schmerzen zusammenhingen, etwa ein Poster über Blutspenden, fanden die Studenten den Schmerz schneller unerträglich.

Fazit für die Praxis: Spritzen sollten besser Ärztinnen geben. (ug)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Gala mit Herz und Verstand

Mit einer festlichen Gala hat Springer Medizin pharmakologische Innovationen und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträger vermittelten Hoffnung auf Heilung und auf Hilfe, hieß es am Donnerstagabend. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der deutschen pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »