Ärzte Zeitung, 24.08.2004

FUNDSACHE

Übellaunige Zeugen sind die besten

Die Aussagen schlecht gelaunter Zeugen sind die zuverlässigsten. In der negativen Stimmung prägen sich Einzelheiten besonders gut ins Gedächtnis ein, belegen Versuche australischer Forscher. Zudem fördert die üble Laune Argumentationsvermögen und Denkprozesse. Das berichtet die Universität von New South Wales in Sydney.

Die australischen Wissenschaftler um Joe Forgas versetzten Versuchspersonen in eine positive oder negative Stimmung und ließen sie eine inszenierte Szene wie zum Beispiel einen Handtaschenraub miterleben. Dann überprüften die Wissenschaftler, wie exakt und verläßlich die Aussagen gut und weniger gut gelaunter Probanden waren.

"Die Augenzeugendarstellung übellauniger Teilnehmer waren verglichen mit denen fröhlicherer Versuchspersonen deutlich akkurater", erklärt Forgas. Die gute Laune begünstige eher weniger vorsichtige Denkstrategien, fügte der Forscher als Erklärung hinzu. (ddp)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3196)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »