Ärzte Zeitung, 26.08.2004

FUNDSACHE

Ein Schafskopf wirkt beruhigend

Wenn ein Schaf gestreßt ist, hält man ihm am besten den Spiegel vor. Der Blick in das Gesicht eines Artgenossen, so haben britische Wissenschaftler herausgefunden, wirkt beruhigend auf die wolligen Tiere.

Bilder von Ziegengesichtern oder auch abstrakte Formen eines Konterfeis hatten diesen Effekt nicht, so Ana da Costa und Kollegen vom Babraham-Forschungsinstitut in Cambridge in den "Proceedings of the Royal Society: Biological Sciences" (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1098/rspb.2004.2831).

Die Forscher hatten 40 Schafe, die normalerweise in einer Herde leben, einzeln in kleine Pferche gesperrt und die Tiere damit gehörig unter Streß gesetzt, was man anhand der Pulsfrequenz, der Hirnaktivität und des Cortisolspiegels nachwies. Die Werte normalisierten sich, als man Bilder mit Schafsgesichtern an die Wand hängte. Auch von Menschen weiß man, daß sie der Anblick vertrauter Gesichter beruhigt. (Smi)

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