Ärzte Zeitung, 27.09.2004

FUNDSACHE

Das Götz-Zitat ist nur was für Bayern

Nur Bayern haben so viel Sprachgefühl, daß sie das abgewandelte Götz-Zitat "Mich leckst am A..." nicht nur als Beleidigung, sondern auch als Ausdruck des Erstaunens verwenden dürfen.

Diese Erfahrung mußte laut "Passauer Neue Presse" ein Bosnier machen, der in Landshut wegen Beleidigung vor Gericht stand. Er wurde zu einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt. Verwendet hatte er das Götz-Zitat, nachdem ihn ein Angehöriger der Landshuter Sicherheitswacht in einer Fußgängerzone mit einem Griff an den Lenker vom Fahrrad geholt hatte.

Er habe mit dem Spruch der Obrigkeit seinen Respekt zum Ausdruck bringen wollen, erklärte der Bosnier. Zwischen Verteidigung, Anklage und Richter entspann sich darüber ein akademischer Dialog. In der Begründung des Urteils hieß es dann, die Nuancen des Götz-Zitats seien nur einem Bayern geläufig, "der die sprachlichen Feinheiten schon mit der Muttermilch eingesogen" habe. (ddp)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3196)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wenn Einsamkeit krank macht

Ein Alterspsychotherapeut warnt: Ältere Männer sind besonders häufig suizidgefährdet. Einsamkeit ist ein Grund dafür. mehr »

Diabetes-Experten sind besorgt

Schon bald könnten mehr Lebensmittel "schlechten Zucker" enthalten. Für die Industrie wird der Einsatz von Isoglukose profitabler. mehr »

PKV bekennt sich zur Innovationsoffenheit

Wird es mit der neuen GOÄ erschwert, Privatpatienten neue Leistungen anzubieten? Vom PKV-Verband kommt dazu ein klares Dementi. mehr »