Ärzte Zeitung, 07.03.2005

FUNDSACHE

Wiesn-Maß aus Plastikkrügen

Ein leises "Plopp" bei Anstoßen der Bierkrüge - auf dem nächsten Oktoberfest in München könnte es sich so anhören. Erstmals sollen dort in diesem Jahr Maßkrüge aus Plastik getestet werden.

"Es gibt fast nur Vorteile", sagte der Löwenbräu-Wirt Wiggerl Hagn, der die Idee hatte, am Samstag in München. Damit bestätigte er einen Bericht der Münchner "tz". "Die Bedienungen müßten nicht mehr so schwer tragen. Die Krüge sind fast ein Kilo leichter als die aus Glas." Außerdem gehe Plastik nicht so schnell kaputt.

"Auf der letzten Wiesn lagen über 26 Tonnen Glasscherben auf dem Boden meines Zeltes", sagte der Wirt. Insgesamt fehlten am Ende 36 000 Krüge.

Einen Nachteil sieht Hagn in den Plastikkrügen jedoch auch: "Die Tradition ginge verloren." Der Wiesn-Wirt will mit einem Probelauf in seinem Biergarten testen, wie das Bier aus Plastikgläsern ankommt. Die Idee für die Krüge aus Plastik hatte Hagn aus Moskau mitgebracht. (dpa)

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