Ärzte Zeitung, 12.07.2005

FUNDSACHE

Vorgetäuschter Sex trägt zur Treue bei

Hähne täuschen ihren Hennen Sex vor, um sie vom Fremdgehen abzuhalten. Dabei besteigen die männlichen Tiere ihre Weibchen, ohne daß tatsächlich Sperma übertragen wird.

Allein der Reiz der Besteigung reicht aus, um promiskuitive Neigungen der Hennen zu reduzieren, hat ein internationales Forscherteam um Tommaso Pizzari von der Universität von Oxford beobachtet.

Nutzen die Hähne diese Täuschungsstrategie nach einer echten Paarung, verbessern sie damit ihre eigenen Chancen auf eine Vaterschaft, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift "Current Biology" (15, 2005, 1222).

Bei vielen Arten paaren sich die Weibchen mit mehreren Männchen, was zu einer Art Wettstreit zwischen den verschiedenen Samen führt. Das männliche Haushuhn greift daher schon frühzeitig in den Vaterschaftswettstreit ein, indem es den Hang seiner Hühner zur Promiskuität von vorneherein unterdrückt. (ddp.vwd)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nicht immer geht's sofort zum Arzt

20- bis 50-jährige Patienten in Deutschland sind offenbar leidensfähig. Denn sie verschieben den Arztbesuch oft um Wochen oder Jahre, obwohl sie Beschwerden haben. mehr »

Extra-Vergütung für offene Sprechstunden

15:57 Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will Ärzte für offene Sprechstunden besser bezahlen. Die zusätzliche Vergütung soll es auch dann geben, wenn Ärzte Termine über die Terminservicestellen annähmen. mehr »

Bei Meniskusriss nicht vorschnell operieren

Ärzte sollten bei Meniskusrissen nicht gleich eine arthroskopische Operation einleiten. Oft kommen Betroffene auch mit Gymnastik und Physiotherapie zum Ziel. mehr »