Ärzte Zeitung, 21.12.2005
 

UND SO SEH' ICH ES

Die Gaben und Wünsche zum Weihnachtsfest

Es weihnachtet, Neujahr nähert sich. Unter buntgeschmückten Bäumen liegen, wie jedes Jahr, viele Geschenke. Das ist gut so, die Wirtschaft soll ja angekurbelt werden. Auch Politiker finden Geschenke unterm Weihnachtsbaum, Gaben, die oftmals mit nicht erfüllten Hoffnungen und Wünschen verbunden sind.

Für Angela Merkel liegt ein großer Lorbeerkranz da, für ihre Erfolge in Brüssel und mit der Hoffnung, daß sie bald einen weiteren für Erfolge im Inland bekommen möge.

Franz Müntefering findet ein Ehrenparteisoldatenbuch und den Wunsch, man möge ihn als Sozialminister besser in Erinnerung behalten als Norbert Blüms "Unsere Renten sind sicher".

Matthias Platzeck ist zu wünschen, daß er, der als Deichgraf die Dämme und Wehren während der Oderflut 2004 gerettet hat, die gleichen Erfolge in seiner Partei und in ihrem Kampf gegen die Arbeitslosenflut 2006 haben möge.

Für Edmund Stoiber liegt eine große Portion Chappi da, damit er weder leiden noch heulen muß wie ein Hund ...

Ulla Schmidt bekommt als Weihnachtsgeschenk einen großen Esel mit Knopf im Ohr, damit sie weniger zugeknöpft die berechtigten Forderungen der Ärzte endlich erhört. Außerdem einen Radiergummi in Größe XXL, damit sie alle unnötigen und kaum brauchbaren Gesetze und Verordnungen, die das Gesundheitswesen belasten, rigoros ausradieren kann.

Jörg-Dietrich Hoppe wünschen wir, daß bei ihm ein guter Draht unterm Christbaum liegt, damit seine Worte endlich das richtige Gehör bei den richtigen Stellen finden.

Andreas Köhlers Gabentisch ziert ein großes Banner mit der Inschrift "Vertragsärzte aller Fachdisziplinen, vereinigt euch!", mit dem er sich dann an die Spitze der Kämpfer um eine angemessene Vergütung und akzeptable Arbeitsbedingungen der Kassenärzte stellt!

Ulrich Weigelt schenkt man einen Blumentopf voller Vergißmeinnicht, damit er beim Bemühen um Ausgleich seine Hausärzte nicht vergißt - und die Hausärzte ihn nicht.

Für Eberhard Mehl liegt ein Mehrfachstecker da, damit alle seine Kontakte nicht abreißen und er weiterhin für die gute Zukunft der Hausärzte sorgen kann.

Wolfgang Wesiack bekommt eine Taube. Dem Friedensstifter zwischen allen internistischen Schwerpunkten und Zusatzbezeichnungen sei im kommenden Jahr viel Erfolg gewünscht.

Unter Horst Seehofers Geschenken fällt ein Schaffell auf, als Erinnerung daran, daß die Verbraucher keine Lämmer und nicht so leicht in die Irre zu führen sind wie seinerzeit die Ärzte.

Allen Lesern der "Ärzte Zeitung" sei für ihren Gabentisch das gewünscht, was sie sich erhoffen.

Ein schönes, frohes und gesundes Fest, einen guten Rutsch ins neue Jahr sowie weiterhin viel Freude bei der Lektüre der " Ärzte-Zeitung"!

Das wünscht Ihr

Ihr Ironius

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