Ärzte Zeitung, 23.01.2006

FUNDSACHE

Schadenfreude ist männlich

Männer empfinden mehr Schadenfreude als Frauen - jedoch nur bei Menschen, die sie als unfair erlebt haben. Das haben Neurowissenschaftler um Tania Singer vom University College in London in einer Studie herausgefunden, wie das Magazin "Nature" online berichtet.

Zunächst vertrauten die Teilnehmer, 16 Frauen und 16 Männer, zwei eingeweihten Schauspielern Geld an. Dieses verwendete ein Schauspieler gerecht zum Profit aller, sein Kollege strich alles für sich ein. Danach erhielten die Schauspieler harmlose, aber schmerzhafte Elektroschocks an der Hand.

Während dieser Bestrafung zeichneten die Wissenschaftler die Gehirnaktivität der zuschauenden Probanden mittels funktioneller Magnetresonanztomographie auf. Die Frauen litten bei beiden Schauspielern buchstäblich mit, bei den Männern dagegen war das Belohnungszentrum im Gehirn sehr aktiv, was Genugtuung angesichts der Rache signalisierte. (ddp.vwd)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Gala mit Herz und Verstand

Mit einer festlichen Gala hat Springer Medizin pharmakologische Innovationen und ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Preisträger vermittelten Hoffnung auf Heilung und auf Hilfe, hieß es am Donnerstagabend. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der deutschen pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »