Ärzte Zeitung, 29.11.2006

FUNDSACHE

Geldstrafe für schwangeren Mann

"Sieben Tage krank wegen Schwangerschaft" stand auf dem gynäkologischen Attest, das bei einer südafrikanischen Firma einging. Nur, es handelte sich nicht um eine weibliche Angestellte, sondern um den 27jährigen Charles Sibindana.

Die Arbeitgeber wurden mißtrauisch und forschten nach. Und nun stand der Mann vor einem Gericht in Vereenigung in der Nähe von Johannesburg. Dort wurde er zu einer Strafe von umgerechnet gut 100 Euro verurteilt wegen Fälschung, berichten die britischen Medien BBC und Ananova.

Sibindana hatte nämlich das Attest in einer Klinik gestohlen, die von seiner schwangeren Freundin regelmäßig aufgesucht wurde. Sibindana habe offenbar nicht gewußt, daß Gynäkologen nur Frauen behandeln, und sich nichts dabei gedacht, das Attest zu fälschen, so das Gericht. In Zukunft möge er nicht mehr so tun, als sei er schwanger, um ein paar Tage frei zu haben, warnte der Richter Sibindana. (ug)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3195)
Organisationen
BBC (422)
Krankheiten
Schwangerschaftsprobleme (2416)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »