Ärzte Zeitung, 20.03.2007

Lachbefehl ärgert britische Ärzte

Lächelnde Ärzte und Krankenschwestern - nur so lassen sich die Herzen der Patienten gewinnen. Das jedenfalls glaubt das Londoner Gesundheitsministerium. Gesundheitsministerin Patricia Hewitt überraschte ihre Kabinetts-Kollegen jetzt mit "einer revolutionären Idee" ("Sunday Times").

Krankenschwestern und Ärzte des staatlichen britischen Gesundheitsdienstes (National Health Service, NHS) sollen verpflichtet werden, mehr zu lachen. Möglichst vertraglich. Sechs Monate lang untersuchten Meinungsforscher und andere Experten der Organisation "Ipsos Mori" die Einstellung britischer Patienten zum NHS.

Ergebnis der mehr als 300 000 Euro teuren Studie: Patienten möchten, dass ihre Ärzte und Krankenschwestern öfter lächeln. Ärztliche Berufsverbände reagierten nicht gerade freundlich. "Jeder Arzt in Großbritannien wird es als persönlichen Affront empfinden, daß ihm Gesundheitspolitiker vorschreiben wollen, wann er zu lächeln hat", so eine Sprecherin des Ärztebundes British Medical Association. (ast)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

"Manche Wortwahl irritiert mich sehr"

Gesundheitsminister Spahn wird wegen des TSVG von Ärzten kritisiert. Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" betont er: Es wird mit Falschinformationen Stimmung gemacht. mehr »

Galenus-Gala 2018 – Das sind die Gewinner

Was zeichnet innovative Arzneimittelforschung aus? Vier Medikamente und eine Forschergruppe erhalten den Galenus-von-Pergamon-Preis 2018. Für beispielhaftes soziales Engagement wurde zudem der CharityAward verliehen. mehr »

CharityAward für Zahnarzt im Waschsalon

Mit dem CharityAward zeichnet Springer Medizin Engagement von Menschen aus, die sich ehrenamtlich um hilfsbedürftige Menschen kümmern. Die diesjährigen Preisträger sind nun gekürt worden. mehr »