Ärzte Zeitung, 30.05.2007

FUNDSACHE

Schwule Flamingos werden Eltern

Zwei schwule Flamingos, die bereits seit sechs Jahren ein Paar sind, haben jetzt ein Küken adoptiert, das von seinen eigentlichen Eltern noch im Ei brütend verlassen worden ist.

Carlos und Fernando, Attraktionen eines Wildgeheges in Slimbridge in der englischen Grafschaft Gloucestershire, waren so verzweifelt, miteinander keine Familie gründen zu können, dass sie schon fremde Eier aus anderen Nestern gestohlen hatten.

Als eines der Flamingo-Nester im Gehege verlassen vorgefunden wurde, beschlossen die Parkverantwortlichen, das dort zurückgelassene Ei in einem Inkubator auszubrüten.

Das Küken wurde sodann in eine gut erhaltene Eischale gepackt und ins leere Nest der schwulen Flamingos gelegt. Als diese das präparierte Ei später entdeckten, brüteten sie so lange darüber, bis das Küken ein zweites Mal schlüpfte. Seitdem sind Carlos und Fernando stolze Pflegeeltern der kleinen Waisen. (Smi)

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