Ärzte Zeitung, 20.06.2007

FUNDSACHE

Der Tropf ist beim Einkaufen stets dabei

In einer chinesischen Stadt sind die Krankenhäuser aufgrund akuter Bettenknappheit dazu übergegangen, ihren Patienten auch dann Ausgang zu gewähren, wenn sie noch am Tropf hängen.

In Zhijin in der chinesischen Provinz Guizhou gehören Patienten, die ihre Infusion vor sich hertragen oder -schieben, inzwischen zum Stadtbild, wie die Online-Agentur Ananova berichtet. Manche gehen damit einkaufen, andere sogar zur Arbeit. Wenn die Infusion durchgelaufen ist, müssen die Patienten in der Regel selbst den Zugang entfernen.

Bei den Betroffenen komme die Maßnahme gut an, heißt es. Immerhin könnten sie auf diese Weise ihren alltäglichen Verpflichtungen nachkommen. "Es gibt Dutzende kleiner Kliniken in unserer Stadt", sagte ein Patient, "und sie konkurrieren alle miteinander um den besten Service. Auch die Krankenhausbetreiber sind glücklich, weil sie so mehr Bettenkapazität haben." (Smi)

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