Ärzte Zeitung, 27.06.2007

FUNDSACHE

Geld vom Staat für Heavy-Metal-Music

Einem Heavy-Metal-Fan aus Hassleholm in Südschweden sind staatliche Beihilfen gewährt worden, nachdem ihm Ärzte bescheinigt haben, dass seine Musiksucht eine erwerbsmindernde Behinderung darstellt.

Danach erhält der 42-jährige Tellerwäscher Roger Tullgren pro Woche etwa 100 Euro an staatlichen Beihilfen, um seine CD und Konzertkarten zu finanzieren, wie britische Medien berichten. Sein Chef erlaubt ihm darüber hinaus, während der Arbeit über Kopfhörer Musik zu hören, und gibt ihm für Konzerte frei.

Tullgrens Obsession begann 1971, als er das erste Mal die Musik der Hardrocker von Black Sabbath hörte. Zehn Jahre lang versuchte er, seine "Musiksucht" als Behinderung anerkennen zu lassen, letztlich mit Erfolg. Aufgrund seiner Leidenschaft hatte der tätowierte Hardrocker zuvor mehrere Jobs aufgeben müssen. Tullgrens staatliche Beihilfen stoßen in Schweden auf ein geteiltes Echo. (Smi)

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