Ärzte Zeitung, 05.10.2007

FUNDSACHE

Bischöfe verpassen Fußballern Ethik

Die katholische Kirche will es auch im Fußball wissen: Finanzkräftige Katholiken und das Sportzentrum (CSI) der italienischen Bischofskonferenz haben 80 Prozent des Drittligisten AC Ancona gekauft.

Als erster Club in Italien habe die "Mannschaft der Priester" einen Ethik-Codex aufgestellt, mit dem Gewalt und Intoleranz im Fußball Einhalt geboten werden soll, berichtete die Zeitung "La Stampa". So müssten Spieler, die auf dem Feld ein schweres Foul begehen oder sonst unangenehm auffallen, als Strafe mehrere Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Für die Fans des ehemaligen Erstligisten kosten die Tickets weniger als bei anderen Vereinen - jedoch nur unter der Voraussetzung, dass die "Tifosi" auf Spruchbänder verzichten, die den Gegner beleidigen. Gewinne sollen Projekten in Entwicklungsländern zu Gute kommen. Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone ist begeistert. Er kann sich sogar eine eigene Mannschaft des Vatikans vorstellen. (dpa)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3196)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »