Ärzte Zeitung, 24.07.2008

FUNDSACHE

Kein Erfolg für Lesbos: Lesben bleiben Lesben

Bewohner der griechischen Insel Lesbos sind mit ihrer Klage gescheitert, Lesben zu verbieten, sich Lesben zu nennen. Ein Athener Gericht urteilte, dass der Antrag der drei Bewohner gegen die Nutzung des Inselnamens gegenstandslos sei.

Im April hatten sie eine einstweilige Verfügung beantragt, weil sie es als "beschämend" empfanden, dass ihre Heimat als Bezeichnung für homosexuelle Frauen verwendet werde.

Der Begriff Lesbe ist eng mit der ostägäischen Insel verbunden. Dort lebte in der Antike die bedeutende Dichterin Sappho mit jungen Mädchen aus vornehmen Kreisen zusammen. Daher stammt die Bezeichnung lesbisch. Das scheint auch betroffenen Frauen bekannt zu sein.

Denn inzwischen finden auf Lesbos regelmäßig Treffen lesbischer Frauen statt. Viele Inselbewohner profitieren davon, da die Insel auch vom Tourismus lebt. Angaben zum Anteil lesbischer Touristinnen fehlen allerdings in den Statistiken. (dpa/maw)

Topics
Schlagworte
Auch das noch! (3198)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Strategie zur Künstlichen Intelligenz gefasst

Die Bundesregierung will Deutschland fit für die Künstliche Intelligenz machen. Dazu hat das Kabinett jetzt Eckpunkte einer Strategie beschlossen. Gesundheit ist ein zentrales Thema. mehr »

Oft wird gechattet mit dem Arzt

Das bundesweit beachtete Telemedizin-Modellprojekt DocDirekt in Baden-Württemberg kommt gut an, berichtet die KV. Besonders Männer nutzten das Angebot zur Fernbehandlung bisher. mehr »